"Wichtige Weichen für die Zukunft unserer Wälder gestellt

  • Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 24.10.2011
Pressemitteilung vom: 24.10.2011 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt

Kurzfassung: Minister Jürgen Reinholz präsentiert Waldzustandsbericht 2011 Der Zustand der Thüringer Wälder hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verschlechtert: Die mittlere Kronenverlichtung, der wichtigste Indikator für den Waldzustand, stieg ...

[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 24.10.2011] "Wichtige Weichen für die Zukunft unserer Wälder gestellt"


Minister Jürgen Reinholz präsentiert Waldzustandsbericht 2011

Der Zustand der Thüringer Wälder hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verschlechtert: Die mittlere Kronenverlichtung, der wichtigste Indikator für den Waldzustand, stieg leicht um 1,6 Prozent auf 23,3 Prozent aller untersuchten Bäume. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume nahm um vier Prozent zu. "Wir vermuten, dass das extrem trockene Frühjahr dem Wald so zugesetzt hat", sagte Umweltminister Jürgen Reinholz anlässlich der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2011 heute in Erfurt. Als weiteres akutes Problem der Forstwirtschaft nannte der Minister das Eschentriebsterben.
Als ungeschädigt konnten in diesem Jahr 23 Prozent der Bäume eingestuft werden, hierzu zählen Bäume mit einem Blatt- oder Nadelverlust bis zehn Prozent. Leichte Schäden (Blatt-/Nadelverlust bis 25 %) wiesen 41 Prozent der Bäume auf, und 36 Prozent sind stark geschädigt (Blatt-/Nadelverlust über 25 %). Dabei treten Schäden deutlich häufiger in älteren als in jungen Beständen auf. Am stärksten betroffen ist nach wie vor die Eiche, gefolgt von Buche, Kiefer und Fichte. In Nordthüringen finden sich die größten Schäden, die geringsten im Thüringer Wald und im Thüringer Schiefergebirge.
Eine Hauptursache der Schäden sind nach wie vor die Schadstoffeinträge aus der Luft, vor allem die Stickstoffbelastung. Auch höhere Jahresmitteltemperaturen wirken sich negativ auf den Waldzustand aus. Im Bereich der biotischen Schädigungen liegt ein Hauptaugenmerk auf dem Eschentriebsterben, welches durch den Pilz "Falsches Weißes Stengelbecherchen" (Hymenoscyphus pseudoalbidus) verursacht wird und das sich zurzeit in ganz Thüringen ausbreitet. Dieser Pilz bringt die Esche zum Absterben. Eine Bekämpfung ist derzeit nicht möglich.
"Um den Waldzustand zu verbessern, sind weiterhin erhebliche Anstrengungen nötig. Wir müssen die Luftqualität erhöhen, die Bodenschutzkalkung weiterführen, aber vor allem den Wald auf den Klimawandel vorbereiten. Mit den überarbeiteten Baumartenempfehlungen für möglichst klimastabile Wälder und einem zusätzlichen Programm zum Waldumbau haben wir wichtige Weichen für die Zukunft unserer Wälder gestellt", so Minister Reinholz.
Die Waldzustandserhebung wurde in diesem Jahr zum 21. Mal in Thüringen durchgeführt. Dazu wurden an 353 systematisch über Thüringen verteilten Aufnahmepunkten insgesamt 8472 Bäume begutachtet.


Anne Holl
Stellv. Pressesprecherin
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Umwelt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.

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