Bundesumweltminister Röttgen und EU-Umweltkommissar Potocnik gemeinsam für mehr Ressourceneffizienz

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), 30.09.2011
Pressemitteilung vom: 30.09.2011 von der Firma Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aus Berlin

Kurzfassung: Bundesumweltminister Röttgen und EU-Umweltkommissar Potocnik gemeinsam für mehr Ressourceneffizienz Ressourceneffizienz ist eine wesentliche Aufgabe der Umweltpolitik In einem bilateralen Gespräch haben Bundesumweltminister Norbert Röttgen ...

[Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - 30.09.2011] Bundesumweltminister Röttgen und EU-Umweltkommissar Potocnik gemeinsam für mehr Ressourceneffizienz


Ressourceneffizienz ist eine wesentliche Aufgabe der Umweltpolitik

In einem bilateralen Gespräch haben Bundesumweltminister Norbert Röttgen und EU-Umweltkommissar Janez Potocnik heute den Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa diskutiert, den die EU-Kommission am 20. September 2011 vorgelegt hat. Beide stimmten darin überein, dass die europäischen Volkswirtschaften ihr Wachstum und Wohlergehen zu lange auf der intensiven Nutzung von Ressourcen aufgebaut haben. Angesichts eines täglichen Anstiegs der Weltbevölkerung um 200.000 Menschen wird sich der Wettbewerb um knappe Ressourcen in Zukunft verschärfen. Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit werden von intelligenter Ressourcennutzung abhängen, Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch müssen entkoppelt werden.

Mehr Ressourceneffizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für zukünftiges Wachstum – "und deshalb freue ich mich, dass auch die europäischen Wirtschaftsminister die Bedeutung der Ressourceneffizienz erkannt haben und Schlussfolgerungen zum Thema "Industrielle Wettbewerbsfähigkeit im Lichte der Ressourceneffizienz" verabschieden werden", sagte Potocnik.

Auch die Bundesregierung ist sich der Bedeutung des Themas bewusst und hat sich bereits im Jahr 2002 im Zuge der Verabschiedung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, die Ressourcenproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. "Ressourceneffizienz bedeutet Innovation und Modernisierung. Sie zählt zu den Schlüsselqualifikationen zukunftsfähiger Gesellschaften. Unsere Wirtschaft hat das Potential, die ressourcenschonendste Wirtschaft der Welt zu werden. Für dieses Ziel setzen wir uns ein", erklärte Röttgen. Zu diesem Zweck erarbeitet das Bundesumweltministerium derzeit ein nationales Ressourceneffizienzprogramm. Die Bundesregierung strebt an, dieses Programm rechtzeitig vor der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung (Rio +20) zu beschließen. Kommissar Potocnik begrüßte das deutsche Ressourceneffizienzprogramm als "exzellentes Beispiel" und würdigte die Bundesregierung "als Vorreiter auf diesem Gebiet und Quelle der Inspiration für andere".

Der Bundesumweltminister und der Kommissar waren sich einig, dass die Ressourceneffizienz eine wirkungsvolle Möglichkeit darstellt, Umweltbelange in andere Politikbereiche zu integrieren und die politische Kohärenz zu verbessern. Beide betonten, nationale Strategien zur Ressourceneffizienz müssten mit der EU-Strategie verknüpft werden. Es sei zu prüfen, wie ein dynamischer Prozess in Gang gesetzt werden könne, um dies zu erreichen. Entscheidend sei hierbei die Auseinandersetzung mit der Unterbewertung von Naturkapital. Wasser, Luft und Ökosysteme sollten als wichtige, eigenständige ökonomische Ressourcen betrachtet werden.

Im Anschluss an das Gespräch besuchte Kommissar Potocnik gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, das NATURA 2000-Gebiet "Galgenberge" in Brandenburg. Auf Einladung des Deutschen Verbands für Landschaftspflege ging es dort darum, gemeinsame Interessen und Synergien zwischen Naturschutz und traditioneller landwirtschaftlicher Nutzung aufzuzeigen.


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Über Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU):
Das Ministerium, dessen erster Dienstsitz auf Beschluss des Deutschen Bundestages Bonn ist, beschäftigt dort sowie an seinem zweiten Dienstsitz Berlin in sechs Abteilungen rund 814 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehören außerdem drei Bundesämter mit zusammen mehr als 2.151 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:
das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesamt für Strahlenschutz. Darüber hinaus wird das Ministerium in Form von Gutachten und Stellungnahmen von mehreren unabhängigen Sachverständigengremien beraten.
Die wichtigsten Beratungsgremien sind der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen und der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen.

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