Bundesministerin Aigner tauft neues Forschungsschiff

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 15.09.2011
Pressemitteilung vom: 15.09.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Bundesministerin Ilse Aigner hat am Donnerstag auf der Fassmer-Werft bei Bremen das modernste Fischereiforschungsschiff der Bundesrepublik Deutschland, die "Clupea", getauft. "Die Fischereiforschung ist ein wichtiger Beitrag zum aktiven ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 15.09.2011] Bundesministerin Aigner tauft neues Forschungsschiff


Bundesministerin Ilse Aigner hat am Donnerstag auf der Fassmer-Werft bei Bremen das modernste Fischereiforschungsschiff der Bundesrepublik Deutschland, die "Clupea", getauft.

"Die Fischereiforschung ist ein wichtiger Beitrag zum aktiven Meeresschutz. Wir können nicht mehr fischen als die Meere hergeben. Weltweite Überfischung ist eine Bedrohungen für unser Ökosystem. Die Bewirtschaftung der weltweiten Fischbestände muss deshalb konsequent am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. Gerade wenn wir wollen, dass es auch in Zukunft eine Fischerei geben soll", sagte Aigner bei dem Festakt. Nur durch eine aktive Fischereiforschung und den Einsatz moderner Forschungsschiffe könne das Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung der Meeresressourcen umgesetzt werden. "Deutschland hat bei der Fischereiforschung innerhalb der EU und international eine Vorreiterrolle und eine Vorbildfunktion. Um weiterhin führend sein zu können bei der Forschung, bringen wir unsere Flotte auf den neuesten Stand der Technik."

"Clupea" ist der wissenschaftliche Name für den Hering. Mit dem rund elf Millionen Euro teuren und 28,80 Meter langen Schiffsneubau wurde nach über 60-jährigem Einsatz das namensgleiche und dienstälteste Fischereiforschungsschiff Deutschlands ersetzt. Die neue "Clupea" wird – wie ihre Vorgängerin – nach 14-monatiger Bauzeit nun in den Küstengebieten von Ost- und Nordsee zu umfangreichen Untersuchungen eingesetzt werden. Vorrangig werden Bestandsdaten von kommerziell genutzten Fischbeständen ermittelt, etwa Dichte, Alter und Reife eines Schwarms. Im Unterschied zur Vorgängerin, die eine veraltete und heute kaum mehr gebräuchliche Fangmethode anwendete, entspricht das neue Schiff in Größe (rund 250 BRZ) und Ausstattung den modernen nordeuropäischen Fahrzeugen der kommerziellen Fischerei. Das Institut für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) forscht ganzjährig auf dem Forschungsschiff, das durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums bereedert wird. Heimathafen der neuen "Clupea" ist Rostock.

Nähere Informationen über die deutschen Fischereiforschungsschiffe unter:
www.vti.bund.de/de/startseite/institute/sf/forschungsreisen.html


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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