Aigner: Neuer Speiseplan für die Kantinen des Bundes – 'Wir gehen bei gesunder Ernährung mit gutem Beispiel voran'

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 14.09.2011
Pressemitteilung vom: 14.09.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Ab sofort sind alle Kantinen, Restaurants und Caféterias bei den Dienststellen des Bundes verpflichtet, bei der Betriebsverpflegung die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) einzuhalten. Damit ist sichergestellt, dass in diesen ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 14.09.2011] Aigner: Neuer Speiseplan für die Kantinen des Bundes – "Wir gehen bei gesunder Ernährung mit gutem Beispiel voran"


Ab sofort sind alle Kantinen, Restaurants und Caféterias bei den Dienststellen des Bundes verpflichtet, bei der Betriebsverpflegung die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) einzuhalten. Damit ist sichergestellt, dass in diesen Kantinen mindestens ein Menü angeboten wird, das ernährungsphysiologisch ausgewogen ist.

Jeder Berufstätige im Bereich der öffentlichen Verwaltung des Bundes erhält damit die Möglichkeit, sich bewusst für eine gesunde Ernährung entscheiden zu können. Zur Umsetzung dieses Beschlusses war eine Änderung der Kantinenrichtlinie erforderlich.

"Über gesunde Ernährung darf nicht nur geredet, sie muss auch gelebt werden. Die Öffentliche Hand mit ihrer Vorbildfunktion trägt eine besondere Verantwortung, wenn es um ausgewogene Ernährung geht", so Bundesernährungsministerin Ilse Aigner. Sie begrüßte die Neuerung als "vorbildlich" und erwartet sich davon auch "ein Signal an alle Betreiber von Kantinen und Betriebsrestaurants": "Ich wünsche mir, dass weitere Einrichtungen vor allem in der freien Wirtschaft unserem Beispiel folgen. Gesunde Ernährung und Bewegung sind wichtige Säulen für das betriebliche Gesundheitsmanagement", so Ministerin Aigner weiter.

Mit der Änderung der Kantinenrichtlinie ist ein wichtiges Ziel erreicht, das der Nationale Aktionsplan "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" sich gesetzt hatte. Der Aktionsplan dient der Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel und damit zusammenhängenden Krankheiten. Weil es für die verschiedenen Lebenswelten wie Kindertageseinrichtungen, Schulen, Betriebe sowie Senioreneinrichtungen keine bedarfsgerechten Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung gegeben hat und zudem die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen zu wenig berücksichtigt worden waren, hatte das Bundesernährungsministerium die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. mit der Entwicklung von Qualitätsstandards beauftragt. Im Nationalen Aktionsplan "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" bilden diese Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung ein zentrales Element. Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis, Referentinnen und Referenten der zuständigen Länderministerien sowie des Bundesministeriums waren an dem Entwicklungsprozess beteiligt.

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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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