Informelles Treffen der EU-Agrarminister in Polen

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 13.09.2011
Pressemitteilung vom: 13.09.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Bundesministerin Aigner: "Qualität der europäischen Agrarprodukte im internationalen Wettbewerb stärker hervorheben" Agrarprodukte und Lebensmittel aus der Europäischen Union werden weltweit immer gefragter. Weil die vielfältigen Erzeugnisse ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 13.09.2011] Informelles Treffen der EU-Agrarminister in Polen


Bundesministerin Aigner: "Qualität der europäischen Agrarprodukte im internationalen Wettbewerb stärker hervorheben" Agrarprodukte und Lebensmittel aus der Europäischen Union werden weltweit immer gefragter. Weil die vielfältigen Erzeugnisse aus den EU-Staaten höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, werden sie auch außerhalb der europäischen Grenzen immer stärker nachgefragt. Das belegen auch die deutschen Nahrungsmittel-Exporte in Drittstaaten. Sie lagen im Jahr 2010 mit rund 11,3 Milliarden Euro um 19 Prozent über den Exporten von 2009. Wie insbesondere aufstrebende Volkswirtschaften in Zukunft noch besser erschlossen werden können, haben die europäischen Agrarminister bei ihrem Informellen Treffen vom 12. bis 13. September im polnischen Wroclaw (Breslau) beraten.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßte die Überlegungen der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Produkte aus Europa: "Die Verbraucher legen weltweit großen Wert auf die Herkunft ihrer Produkte. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, muss daher die Qualität europäischer Erzeugnisse im Binnenmarkt und auf den Drittlandsmärkten noch stärker hervorgehoben werden. Ich begrüße es, dass die Europäische Kommission diesen Aspekt der Absatzförderung jetzt aufgreift und konkrete Vorschläge macht, wie dieses Ziel erreicht werden kann."

Mit dem Grünbuch zur Absatzförderung hat die Europäische Kommission einen Prozess eingeleitet, um die Grundlinien einer Strategie zur Absatzförderung zu definieren. Ziel ist die Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente zur Absatzförderung der Europäischen Union, um auf veränderte Rahmenbedingungen der globalen Märkte zu reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Erzeugnisse zu steigern. Dabei geht es beispielsweise um die Unterstützung kleiner- und mittelständischer Unternehmen bei Messeauftritten im Ausland. "Die europäische Absatzförderung ist bislang von deutscher Seite kaum genutzt worden, denn die bisherigen Bestimmungen sind zu starr und zu bürokratisch, um schnell auf veränderte Rahmenbedingungen auf den Märkten reagieren zu können. Ich begrüße es, dass die Europäische Kommission Möglichkeiten zur flexibleren Ausgestaltung der Förderprogramme ins Auge fasst. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", sagte Aigner.

Die Vorlage konkreter Legislativvorschläge ist für Ende 2012 vorgesehen. "Deutschland wird sich in diese Beratungen konstruktiv einbringen", so die Bundesministerin.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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