UNICEF warnt vor weiterem Kindersterben

  • Pressemitteilung der Firma Deutsches Komitee für UNICEF, 09.09.2011
Pressemitteilung vom: 09.09.2011 von der Firma Deutsches Komitee für UNICEF aus Köln

Kurzfassung: UNICEF befürchtet, dass sich die katastrophale Situation der Kinder in den Hungergebieten in Ostafrika noch weiter verschlechtert. Nach neuesten Schätzungen sind allein in Somalia jetzt 450.000 Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt, ...

[Deutsches Komitee für UNICEF - 09.09.2011] UNICEF warnt vor weiterem Kindersterben


UNICEF befürchtet, dass sich die katastrophale Situation der Kinder in den Hungergebieten in Ostafrika noch weiter verschlechtert. Nach neuesten Schätzungen sind allein in Somalia jetzt 450.000 Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt, darunter 190.000 in einem lebensbedrohlichen Zustand. Zehntausende Menschen sind in den vergangenen Monaten gestorben, vermutlich war jedes zweite Opfer ein Kind.

In den meisten Gebieten Südsomalias ist nach Angaben von UNICEF inzwischen jedes sechste Kind in Lebensgefahr. Die Kindersterblichkeit in den Regionen Riverine, Lower Shabelle und Afgoye sowie bei Flüchtlingskindern in Mogadischu liegt bei 13 pro 10.000 Kindern. Die Vereinten Nationen hatten in dieser Woche offiziell für die sechste Region in Somalia eine Hungersnot erklärt.

"Wir können eine Dürre kaum verhindern. Aber wir können und müssen verhindern, dass noch mehr Kinder verhungern", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, nach seiner Rückkehr aus dem Krisengebiet. "Auch schwer mangelernährte Kinder an der Schwelle zum Tod können gerettet werden, wenn sie rechtzeitig in Ernährungszentren behandelt werden. Es ist liegt in unser aller Verantwortung, die größte Hungersnot seit Jahrzehnten zu stoppen."

UNICEF unterstützt derzeit 800 Ernährungszentren in Somalia, 500 davon sind im Süden des Landes. In diesen Einrichtungen werden derzeit 35.000 schwer mangelernährte Kinder behandelt. Für die meisten dieser Kinder gibt es Hoffnung. So haben in einem Ernährungszentrum in Dadaab von 114 im August aufgenommenen Kindern 110 überlebt, vier starben in den ersten 24 Stunden.

Aber trotz der massiv ausgeweiteten Hilfe reichen die Kapazitäten immer noch nicht aus, um alle Menschen mit Hilfe zu erreichen. UNICEF und Partner setzen daher nun auch mobile Zeltküchen ein, in denen Familien etwas zu essen bekommen. Weiter erhalten Familien direkt Nahrungsmittel wie zum Beispiel eine Mais-Soja-Mischung, Öl und Hülsenfrüchte. Hierdurch soll verhindert werden, dass noch mehr Menschen in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten. In den kommenden sechs Monaten sollen so allein in Somalia 200.000 Familien versorgt werden.

Im Juli und August hat UNICEF mit 73 Flugtransporten und neun Schiffen insgesamt 3.700 Tonnen Hilfsgüter zur Versorgung der Kinder nach Ostafrika gebracht. Darunter waren 800 Tonnen therapeutische Spezialnahrung, 2.400 Tonnen Zusatznahrung, Basismedikamente für 620.000 Menschen sowie Medikamente zur Behandlung von Durchfall und Cholera für 7.500 Menschen.

UNICEF ruft weiter dringend zu Spenden für die Kinder auf

Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00
Stichwort: Ostafrika

Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, ist gerade von einem Besuch in Kenia und Somalia zurück und steht für Interviews zur Verfügung. Gerne stellen wir auch Fotos und sendefähiges Bildmaterial bereit.


Kontakt: UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden und Alexandra Rosetti , Tel. 0221/93650-235 oder -234. E-Mail: presse@unicef.de. Ausführliche Informationen zur Krise in Ostafrika und UNICEF-Hilfe unter www.unicef.de.

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Seit 1946 arbeitet UNICEF für das Wohl der Kinder dieser Welt. Mittlerweile ist UNICEF in 161 Ländern tätig. In 37 Staaten informieren Nationale Komitees über die Arbeit von UNICEF, verkaufen Grußkarten und sammeln Spenden. UNICEF arbeitet auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention, die die 191 Mitgliedsstaaten verpflichtet, das Überleben der Kinder zu schützen, ihre Entwicklung zu fördern, sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und sie an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen.
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