Eschentriebsterben in Thüringer Wäldern weiter auf dem Vormarsch
- Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 01.09.2011
Pressemitteilung vom: 01.09.2011 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt
Kurzfassung: Borkenkäfer-Befall geringer als erwartet Das so genannte Eschentriebsterben hat im Vergleich zum Vorjahr in Thüringen deutlich zugenommen: So verdoppelte sich der Anteil der erkrankten Eschen in einigen überwachten Forstrevieren. Anfang August ...
[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 01.09.2011] Eschentriebsterben in Thüringer Wäldern weiter auf dem Vormarsch
Borkenkäfer-Befall geringer als erwartet
Das so genannte Eschentriebsterben hat im Vergleich zum Vorjahr in Thüringen deutlich zugenommen: So verdoppelte sich der Anteil der erkrankten Eschen in einigen überwachten Forstrevieren. Anfang August 2011 wiesen 64 Prozent aller erfassten Eschenflächen in Thüringen Schadsymptome der Krankheit auf. Der erwartete Anstieg des Borkenkäfer-Befalls blieb dagegen aus.
Im Sommer 2011 waren 13.206 Hektar Eschenfläche vom Eschentriebsterben befallen. Auch wenn fast zwei Drittel davon nur gering betroffen sind, kann von Entwarnung keine Rede sein. Auffallend ist die Zunahme der Krankheit vor allem bei alten Bäumen.
Es besteht nach wie vor ein hohes Infektionsrisiko mit dem Krankheiterreger, dem Pilz Weißes Stengelbecherchen (Chalara fraxinea KOWALSKI), dessen Sporen durch den Wind verbreitet werden. In den vergangenen Jahren hat sich die Krankheit von Polen aus nach ganz Nord- und Mitteleuropa ausgedehnt. In Thüringen wurde sie zum ersten Mal im Februar 2009 an einer Pflanzenprobe aus dem Forstrevier Weimar nachgewiesen. Befallene Bäume verkahlen an den Triebenden und können später ganz absterben. Noch ist wenig über die Erkrankung und die Möglichkeiten der Bekämpfung bekannt. Vorerst werden im Staatswald keine Eschen neu gepflanzt, und die Förderung von Pflanzungen im privaten oder Körperschaftswald ist ausgesetzt.
Ein Rückgang ist hingegen beim Borkenkäfer-Befall zu verzeichnen: Der Buchdrucker, die gefährlichste Borkenkäfer-Art, breitete sich nicht so stark in den Fichtenbeständen aus wie noch Anfang Juni befürchtet. Bis Juli meldeten die Reviere 5.659 Festmeter Befall an stehenden Bäumen, was nur der Hälfte des Befalls im Vorjahreszeitraum entspricht. Die Fachleute führen die Entwicklung auf die wechselhafte und feuchte Witterung des Sommers zurück. Die gute Wasserversorgung stärkt die Abwehrkraft der Fichten. Zwar ist der frische Borkenkäferbefall deutlich zurückgegangen, doch der Bestand an Käfern ist nach wie vor hoch und könnte sich bei günstigen Witterungsbedingungen sprunghaft vermehren.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Umwelt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
Tel.: 0361/3799 922
Fax: 0361/3799 939
e-mail: poststelle@tmlfun.thueringen.de
Borkenkäfer-Befall geringer als erwartet
Das so genannte Eschentriebsterben hat im Vergleich zum Vorjahr in Thüringen deutlich zugenommen: So verdoppelte sich der Anteil der erkrankten Eschen in einigen überwachten Forstrevieren. Anfang August 2011 wiesen 64 Prozent aller erfassten Eschenflächen in Thüringen Schadsymptome der Krankheit auf. Der erwartete Anstieg des Borkenkäfer-Befalls blieb dagegen aus.
Im Sommer 2011 waren 13.206 Hektar Eschenfläche vom Eschentriebsterben befallen. Auch wenn fast zwei Drittel davon nur gering betroffen sind, kann von Entwarnung keine Rede sein. Auffallend ist die Zunahme der Krankheit vor allem bei alten Bäumen.
Es besteht nach wie vor ein hohes Infektionsrisiko mit dem Krankheiterreger, dem Pilz Weißes Stengelbecherchen (Chalara fraxinea KOWALSKI), dessen Sporen durch den Wind verbreitet werden. In den vergangenen Jahren hat sich die Krankheit von Polen aus nach ganz Nord- und Mitteleuropa ausgedehnt. In Thüringen wurde sie zum ersten Mal im Februar 2009 an einer Pflanzenprobe aus dem Forstrevier Weimar nachgewiesen. Befallene Bäume verkahlen an den Triebenden und können später ganz absterben. Noch ist wenig über die Erkrankung und die Möglichkeiten der Bekämpfung bekannt. Vorerst werden im Staatswald keine Eschen neu gepflanzt, und die Förderung von Pflanzungen im privaten oder Körperschaftswald ist ausgesetzt.
Ein Rückgang ist hingegen beim Borkenkäfer-Befall zu verzeichnen: Der Buchdrucker, die gefährlichste Borkenkäfer-Art, breitete sich nicht so stark in den Fichtenbeständen aus wie noch Anfang Juni befürchtet. Bis Juli meldeten die Reviere 5.659 Festmeter Befall an stehenden Bäumen, was nur der Hälfte des Befalls im Vorjahreszeitraum entspricht. Die Fachleute führen die Entwicklung auf die wechselhafte und feuchte Witterung des Sommers zurück. Die gute Wasserversorgung stärkt die Abwehrkraft der Fichten. Zwar ist der frische Borkenkäferbefall deutlich zurückgegangen, doch der Bestand an Käfern ist nach wie vor hoch und könnte sich bei günstigen Witterungsbedingungen sprunghaft vermehren.
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Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
Firmenkontakt:
Andreas Maruschke
Pressesprecher
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Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
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