Fachkräftemangel: DRK fordert Aufwertung der Pflegeberufe

  • Pressemitteilung der Firma Deutsches Rotes Kreuz (DRK), 22.08.2011
Pressemitteilung vom: 22.08.2011 von der Firma Deutsches Rotes Kreuz (DRK) aus Berlin

Kurzfassung: Angesichts des Personalmangels in den Pflegeberufen und der weiter deutlich steigenden Zahl von Pflegebedürftigen fordern das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften vom DRK eine Aufwertung der Pflegeberufe. Es muss für junge ...

[Deutsches Rotes Kreuz (DRK) - 22.08.2011] Fachkräftemangel: DRK fordert Aufwertung der Pflegeberufe


Angesichts des Personalmangels in den Pflegeberufen und der weiter deutlich steigenden Zahl von Pflegebedürftigen fordern das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften vom DRK eine Aufwertung der Pflegeberufe. Es muss für junge Menschen deutlich attraktiver werden, den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkranken- und Altenpflege zu ergreifen.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von 2,2 Millionen auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und 4,5 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Um den gesamten Bedarf an Pflegekräften zu decken, müssen bis zu diesem Zeitpunkt circa 800.000 Pflegekräfte zusätzlich eingestellt werden.

Dazu erklären DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und Generaloberin Sabine Schipplick, Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V.: "Notwendig ist eine umfassende Reform der Pflegebildung, im Sinne einer generalistischen Ausbildung, damit wir über professionelle Pflegekräfte verfügen, die präventive, kurative, rehabilitative, palliative und sozialpflegerische Aufgaben qualifiziert und eigenverantwortlich übernehmen können - nicht nur im Rahmen der Delegation, sondern durch Definition erweiterter Aufgaben. Nur so können Aufgaben und Kompetenzen des Pflegeberufs klar definiert und eine patienten- und bewohnerorientierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gesundheitsberufe ermöglicht werden."

Seiters und Schipplick weiter: "Pflegekräfte, die Deutschland verlassen, nennen als Motivation neben der Lohnfrage auch die höhere Anerkennung der eigenen Berufsgruppe im Ausland wie auch den Umstand, dass ihnen im Ausland ein größerer Verantwortungsbereich und mehr Entscheidungs- und Handlungsspielräume eingeräumt werden."

Ein gezieltes Anwerben von Pflegekräften aus Ländern, die selbst Mangel an Pflegepersonal haben, lehnt das Deutsche Rote Kreuz unter humanitären Gesichtspunkten ab.


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Veband der Schwesternschaften
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Tel: 030 8478 2910
broenneb@drk.de

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Über Deutsches Rotes Kreuz (DRK):
Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die 1863 vom Schweizer Henry Dunant in Genf gegründet wurde. Unter dem Dachverband der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften schließen sich 178 Gesellschaften mit insgesamt 125 Millionen Mitgliedern zusammen.
Dem Deutschen Roten Kreuz gehören derzeit rund 4,7 Millionen Mitglieder an, davon unterstützen rund 4,3 Millionen uns durch regelmäßige Beitragszahlungen als Fördermitglieder. Weitere drei Millionen Bürger unterstützen uns durch regelmäßige Spenden bei Sammlungen und Spendenaufrufen.
Im Durchschnitt erhalten wir jährlich knapp 40 Millionen Euro an Spendengeldern.
Das DRK als nationale Rotkreuzgesellschaft und Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege bekennt sich zu den sieben Rotkreuzgrundsätzen: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.
Als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation nimmt das Deutsche Rote Kreuz umfangreiche nationale und internationale Aufgaben wahr. So arbeiten wir beispielsweise in der Altenpflege und Ersten Hilfe, im Rettungsdienst und in der Obdachlosenhilfe genauso engagiert wie in der Auslandshilfe. Für das DRK arbeiten unzählige Freiwillige Helfer im Katastrophenschutz und in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit. Mit jährlich etwa 50 Millionen Euro hilft das Deutsche Rote Kreuz weltweit Menschen in Not.

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