Bleser: Forst- und Holzwirtschaft steht vor Herausforderungen

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 01.06.2011
Pressemitteilung vom: 01.06.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Parlamentarischer Staatssekretär stellt Waldmanagement-Maßnahmen vor Die Anforderungen an den Wald und dessen Bewirtschaftung nehmen stetig zu. Der steigende Holzbedarf der heimischen Holz- und Papierindustrie muss mit dem Erhalt und Ausbau der ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 01.06.2011] Bleser: Forst- und Holzwirtschaft steht vor Herausforderungen


Parlamentarischer Staatssekretär stellt Waldmanagement-Maßnahmen vor

Die Anforderungen an den Wald und dessen Bewirtschaftung nehmen stetig zu. Der steigende Holzbedarf der heimischen Holz- und Papierindustrie muss mit dem Erhalt und Ausbau der Biodiversität in deutschen Wäldern in Einklang gebracht werden.

Angesichts der globalen Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Endlichkeit der fossilen Rohstoffe und dem weltweit zunehmenden Artenschwund, stehen Politik und Gesellschaft vor großen Herausforderungen. "Die nachhaltige Forstwirtschaft sowie effiziente und intelligente Holzverwendung leisten hierzulande einen Beitrag zur Lösung", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, am Mittwoch bei der Internationalen Zukunftskonferenz der Forst- und Holzwirtschaft LIGNA in Hannover.

In Deutschland habe sich das integrative Konzept einer nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft bewährt. Dabei gehe es auch darum, im Wald Verantwortung für den Erhalt gefährdeter Arten und wertvoller Ökosysteme zu übernehmen. Bleser verwies auf die zahlreichen bewährten Programme und Initiativen der Länder, die auf den Erhalt von Tot-Holz oder den Schutz der natürlichen Waldentwicklung abzielen.

Wald im dicht besiedelten Deutschland ist Naturraum, Lebensraum für Flora und Fauna, Erholungsraum, Sportstätte, Jagdrevier, Luft- und Wasserfilter, Klimaschützer, Arbeitgeber und Produktionsstätte für Deutschlands bedeutendsten nachwachsenden Rohstoff. "Das Portfolio der Produkte und Leistungen der deutschen Forstwirtschaft ist mit keinem anderen Wirtschaftsbereich zu vergleichen. Doch zu keiner Zeit hat es gleichzeitig so viele Ansprüche an den Wald gegeben wie heute", sagte Bleser. Da würden Interessenkonflikte nicht ausbleiben.

Mit der Waldstrategie 2020 will die Bundesregierung Wege zu einer ausgewogenen und tragfähigen Balance zwischen den steigenden Ansprüchen an den Wald und seiner Leistungsfähigkeit aufzeigen. "Die Waldstrategie 2020 beschreibt in neun Handlungsfeldern die komplexen Zusammenhänge und greift die verschiedenen Anspruchsebenen und Strategiebereiche auf", sagte Bleser. Zielkonflikte und Herausforderungen würden benannt, Ansätze zur Lösung oder Konfliktminimierung aufgezeigt. Die Waldstrategie befindet sich derzeit in der abschließenden Ressortabstimmung.

Auf der Internationalen Zukunftskonferenz der Forst- und Holzwirtschaft LIGNA in Hannover diskutieren etwa 200 Teilnehmer die notwendigen Weichenstellungen für das Cluster Forst
Holz.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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