Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Gerd Müller verleiht Tierschutz-Forschungspreis für Ersatzmethoden zu Tierversuchen

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 15.12.2010
Pressemitteilung vom: 15.12.2010 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Gerd Müller verleiht Tierschutz-Forschungspreis für Ersatzmethoden zu Tierversuchen Der Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird in ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 15.12.2010] Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Gerd Müller verleiht Tierschutz-Forschungspreis für Ersatzmethoden zu Tierversuchen


Der Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird in diesem Jahr für die Entwicklung einer Alternativmethode zum Ersatz des Tierversuchs an Meerschweinchen bei der Herstellung von Tetanusimpfstoffen vergeben.

"Mit dem Preis zeichnen wir wissenschaftliche Arbeiten aus, die Tierversuche weiter einschränken oder ganz ersetzen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller heute bei der Preisverleihung in Berlin. Die Arbeiten der diesjährigen Preisträgerinnen vom Paul-Ehrlich-Institut (BfR) in Berlin seien ein gutes Beispiel dafür, dass Tierversuche nicht nur ersetzt werden können - pharmakologische oder toxikologische Fragen könnten durch neue Methoden zum Teil sogar besser als im Tiermodell untersucht werden, so Müller.

Mit der neuen "Entwicklung einer In-vitro-Methode zur Bestimmung von Resttoxizität in Tetanusimpfstoffen" kann die im Europäischen Arzneibuch vorgeschriebene Sicherheitsprüfung von Tetanusimpfstoffen an bisher etwa 2000 Meerschweinchen jährlich ersetzt werden. Den 29. Forschungspreis erhalten die vier Wissenschaftlerinnen Dr. Heike Behrensdorf-Nicol, Ursula Bonifas, Dr. Beate Krämer und Dr. Karin Weißer. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vergeben.

Darüber hinaus engagiert sich das BMELV auch für die Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen bei der Stiftung "set". Die Stiftung wurde 1986 von verschiedenen Industrieverbänden gegründet und steht für das Engagement der Industrie, Alternativmethoden zum Tierversuch zu entwickeln. Durch eine zusätzliche finanzielle Unterstützung des BMELV soll sichergestellt werden, dass sämtliche förderungswürdige Forschungsvorhaben auch in Zukunft umgesetzt werden können.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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