Runder Tisch zur wirtschaftlichen Lage der Krabbenfischerei

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 27.05.2011
Pressemitteilung vom: 27.05.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Staatssekretär Dr. Robert Kloos: Marktstabilisierung gemeinsam herbeiführen Aufgrund des starken Preisverfalls hat sich die wirtschaftliche Situation der Krabbenfischer in Deutschland in den vergangenen Monaten verschlechtert. Das ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 27.05.2011] Runder Tisch zur wirtschaftlichen Lage der Krabbenfischerei


Staatssekretär Dr. Robert Kloos: Marktstabilisierung gemeinsam herbeiführen

Aufgrund des starken Preisverfalls hat sich die wirtschaftliche Situation der Krabbenfischer in Deutschland in den vergangenen Monaten verschlechtert.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat daher gemeinsam mit den Niederlanden die betroffenen Vertreter der Fischerei, Verbandsvertreter der Krabbenfischer sowie die betroffenen Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu einem Runden Tisch nach Bonn eingeladen. "Wir nehmen die Probleme der Krabbenfischer ernst. Die Marktstabilisierung kann nur gemeinsam erreicht werden", sagte Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, bei dem Treffen am Freitag in Bonn.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Maßnahmen zur Verbesserung der Marktposition der Krabbenfischer sowie zur Förderung des Absatzes für Nordseekrabben. Deutschland und die Niederlande waren sich einig darin, dass eine freiwillige Selbstbeschränkung der Erzeuger für eine Erholung des Marktes absolut notwendig sei. Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung des Absatzes für Nordseekrabben wurden auf den Prüfstand gestellt. Beide Länder sagten der Fischereiwirtschaft Unterstützung durch ihre wissenschaftlichen Einrichtungen zu. Dabei soll es vor allem um die Weiterentwicklung von Vermarktungswegen gehen. "Wir haben dazu in den Niederlanden bereits ein Projekt in Auftrag geben", sagte Dr. Hans Hoogeveen, Staatssekretär im Niederländischen Agrarministerium. Auch das deutsche Fischinformationszentrum (FIZ) wird gemeinsam mit den Fischern nach verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten suchen. Angesichts der großen Schwankungen bei den Erzeugerpreisen forderten Deutschland und die Niederland mehr Transparenz auf dem Krabbenmarkt.

Kloos rief die Erzeugerorganisationen außerdem dazu auf, ihre Möglichkeiten im Rahmen der Fischereipolitik der EU voll auszuschöpfen. Bereits Anfang Mai hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium die Anzahl der prämienbegünstigten Stillliegetage, für die eine Sozialprämie an Fischereiunternehmen gezahlt werden kann, von 40 auf 50 Tage erhöht. Die entsprechenden Haushaltsmittel im Bundeshaushalt wurden zur Verfügung gestellt.

Hoogeveen betonte die enge Zusammenarbeit beider Nachbarländer auf Regierungsebene. Bereits Anfang der vergangenen Woche hatte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner mit ihrem niederländischen Kollegen Henk Bleker in Venlo getroffen und erste Lösungswege sondiert, um den Fischern in ihrer schwierigen Lage zu helfen. "Die gute Zusammenarbeit in Fragen der Zukunftssicherung der Krabbenfischerei werden wir fortsetzen und auch auf der fachlichen Ebene vertiefen", sagte Hoogeveen.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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