Stiftungen engagieren sich für Integration

  • Pressemitteilung der Firma Allianz SE, 24.05.2011
Pressemitteilung vom: 24.05.2011 von der Firma Allianz SE aus München

Kurzfassung: Auf dem Deutschen StiftungsTag 2011 in Stuttgart wurde vor über 150 Stiftungsvertretern die Bedeutung von "Migration, Integration und Demographie" für Stiftungen diskutiert. Zu Vortrag und anschließender Podiumsdiskussion lud die Allianz Pension ...

[Allianz SE - 24.05.2011] Stiftungen engagieren sich für Integration


Auf dem Deutschen StiftungsTag 2011 in Stuttgart wurde vor über 150 Stiftungsvertretern die Bedeutung von "Migration, Integration und Demographie" für Stiftungen diskutiert. Zu Vortrag und anschließender Podiumsdiskussion lud die Allianz Pension Consult GmbH (APC) ein.

Allianz SE
München, 24.05.2011

APC-Geschäftsführer Klaus Dauner eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass für Finanzdienstleister wie die Allianz die demographische Entwicklung eminent wichtig sei. Beispielhaft wies Dauner auf die zunehmend von der jungen Generation vorgebrachte Forderung nach privatwirtschaftlich organisierten, kapitalgedeckten Altersvorsorge-systemen hin. Die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos sei eine der Kernaufgaben eines Versicherers. "Aber auch der zunehmende War for Talents fordert von der Allianz, sich intensiv mit dem Thema Demo-graphie zu beschäftigen", sagte Dauner.

Schrumpfendes Erwerbspersonenpotential

In ihrem zentralen Vortrag "Demographischer Wandel und Migration in Deutschland" warf Michaela Grimm, Senior Economist in Group Economic Research
Corporate Development der Allianz SE, die Frage auf, ob Deutschland tatsächlich ein Einwanderungsland ist. Einleitend stellte Grimm den demographischen Wandel in Deutschland dar. "Global entwickelt sich die Alterspyramide zur Glocke, in Deutschland wechselt die Gestalt von der Glocke zur Urne", machte Grimm deutlich. Ursachen dieser Entwicklung seien vor allem die gerade im internationalen Vergleich sehr niedrige Geburtenrate und die erheblich gestiegene Lebenserwartung. "Es gibt bereits jetzt weniger Schulabgänger als ruhestandsnahe Personen", sagte Grimm und erwartet, dass in Folge bereits Mitte des nächsten Jahrzehnts rund drei Millionen Schul-abgänger pro Jahr in Deutschland "fehlen" werden. "Das ist eine ganz erhebliche Nachwuchslücke", so Grimm, "das Erwerbspersonenpotential in Deutschland schrumpft und altert – trotz Einführung der Rente mit 67".

Einwanderungsland Deutschland?

"Die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs könnten durch den Anstieg der Erwerbsquote gedämpft werden", meinte Grimm und fügte hinzu: "Die Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials in Deutschland hängt jedoch auch von der Zuwanderung ab". Aber, so Grimm: "Deutschlands Attraktivität als Einwanderungsland ist gesunken." Grimm wies darauf hin, dass es in jüngster Vergangenheit mehr Fortzüge als Zuzüge gegeben habe. Erst im letzten Jahr war der Zuwanderungssaldo wieder positiv. Bedenklich sei, dass insbesondere qualifizierte Arbeitskräfte Deutschland verlassen würden, während ein Großteil der Zuwanderer über keine gleichwertige Berufsausbildung verfüge. "Lediglich 13% der Neuzuwanderer aus Drittstaaten nennen als Aufenthaltszweck die Aufnahme einer Beschäftigung", machte Grimm deutlich und sieht Sprache und Umfeld als Schlüssel zur Integration. "Erfolgreiche Integrationskonzepte gewinnen an Bedeutung!", schloss Grimm ihren Vortrag.

Herausforderung Integration

Es folgte eine Podiumsdiskussion, moderiert von Hans Georg Freiermuth, der den Geschäftsbereich Stiftungen bei der APC verantwortet. Professor Dieter Oberndörfer, Politikwissenschaftler und einer der wichtigsten Vertreter der 'Freiburger Schule', formulierte die These: "Integration ist dann geleistet, wenn ein Zuwanderer von der aufnehmenden Gesellschaft nicht mehr subventioniert werden muss." Um die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte nach Deutschland zu stärken, brauche man in Deutschland soziale Eliten in den Zuwanderergruppen. Oberndörfer meinte aber auch, man dürfe nicht nur auf Zuwanderung setzen, sondern solle versuchen, positiv auf die Geburtenrate einzuwirken. In Frankreich gebe es seit 60 Jahren eine integrierte Familienpolitik, dahin müsse man auch in Deutschland kommen. Auch die anwesenden Stiftungsvertreter meinten, ohne Zuwanderung und Integration komme man in Deutschland nicht mehr aus. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, sieht dabei "auch die Wirtschaft in der Pflicht" und bezieht dies vor allem auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch Adelheid Tröscher, die Vorsitzende der Stiftung Citoyen, monierte hier Nachholbedarf. Rainer Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, wies auf die integrative Tätigkeit vieler Stiftungen hin. Kaehlbrandt machte deutlich, dass gerade Stiftungen viel für die erforderliche Integration leisten und hob die operative Unterstützung von Bildung, Aufklärung und Eliteförderung durch viele Stiftungen hervor. Mit der von allen Teilnehmern geteilten Forderung "es muss gleiche Bildungschancen auch für Immigranten geben", endete die interessante und vielfältige Podiumsdiskussion.

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