Flexible Abwärmenutzung in der Gießerei-Industrie Aus Rauchgas wird Strom und Heizwärme

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), 23.05.2011
Pressemitteilung vom: 23.05.2011 von der Firma Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aus Berlin

Kurzfassung: Das Bundesumweltministerium stellt 2.305.400 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotvorhaben der Franken Guss Kitzingen GmbH Co. KG in Kitzingen (Bayern) zur Verfügung. Durch die erstmalige, großtechnische Umsetzung einer neuartigen ...

[Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - 23.05.2011] Flexible Abwärmenutzung in der Gießerei-Industrie Aus Rauchgas wird Strom und Heizwärme


Das Bundesumweltministerium stellt 2.305.400 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotvorhaben der Franken Guss Kitzingen GmbH
Co. KG in Kitzingen (Bayern) zur Verfügung. Durch die erstmalige, großtechnische Umsetzung einer neuartigen Anlagenkombination zur Abwärmenutzung kann das Unternehmen seine CO2-Emissionen jährlich um bis zu 8.283 Tonnen verringern.

Mit dem Vorhaben entsteht eine ORC (Organic Rankine Cycle)-Anlage mit Gaskolbenmaschinen. Durch den Einsatz der Kolbenmaschinen statt der sonst üblichen Turbinen und den Einsatz von Ethanol statt Silikonöl als ORC-Medium kann neben der Erzeugung von elektrischem Strom auch Druckluft hergestellt werden. Dadurch kann die Abwärme je nach Bedarf flexibel genutzt werden. Um gleichzeitig die im ORC-Prozess nicht genutzte Abwärme zur Erzeugung von Heizwärme nutzen zu können, wird die bestehende Heizungsanlage durch eine Anlage mit Warmwasserkessel ersetzt. Ein erweitertes Energieverbundsystem soll zukünftig den Anschluss weiterer Wärmequellen (zum Beispiel Aluminiumschmelzöfen) ermöglichen. Zusätzlich wird die bisherige Nassentstaubungsanlage durch eine Trockenentstaubungsanlage ersetzt, wodurch der Wasserbedarf für die Reinigung entfällt.

Mit dem Vorhaben werden jährlich Einsparungen von Primärenergie zur Stromerzeugung in Höhe von 6.824 Megawattstunden sowie von Erdgas zur Erzeugung von Heizenergie in Höhe von 20.940 Megawattstunden erwartet. Zusätzlich kann die für die Entstaubung und Kühlung benötigte Wassermenge um 24.000 Kubikmeter pro Jahr reduziert werden. Durch den Einsatz der Trockenentstaubungsanlage verringern sich die Emissionen von Staub sowie weiterer Schadstoffe, wie Stickoxide (NOx) und Kohlenmonoxid (CO), im Vergleich zur Altanlage deutlich.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter: www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/47331.php


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Über Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU):
Das Ministerium, dessen erster Dienstsitz auf Beschluss des Deutschen Bundestages Bonn ist, beschäftigt dort sowie an seinem zweiten Dienstsitz Berlin in sechs Abteilungen rund 814 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehören außerdem drei Bundesämter mit zusammen mehr als 2.151 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:
das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesamt für Strahlenschutz. Darüber hinaus wird das Ministerium in Form von Gutachten und Stellungnahmen von mehreren unabhängigen Sachverständigengremien beraten.
Die wichtigsten Beratungsgremien sind der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen und der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen.

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