Bleser: Nachhaltigkeit muss wichtigster Grundsatz der Europäischen Fischereipolitik sein

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 23.05.2011
Pressemitteilung vom: 23.05.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Europa steht kurz vor einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Fischereipolitik. "Wenn wir wollen, dass es auch in Zukunft eine Fischerei geben soll, müssen die Bewirtschaftungsgrundsätze bei der Fischerei in Europa und weltweit an der Nachhaltigkeit ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 23.05.2011] Bleser: Nachhaltigkeit muss wichtigster Grundsatz der Europäischen Fischereipolitik sein


Europa steht kurz vor einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Fischereipolitik. "Wenn wir wollen, dass es auch in Zukunft eine Fischerei geben soll, müssen die Bewirtschaftungsgrundsätze bei der Fischerei in Europa und weltweit an der Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. das ist das oberste Prinzip", sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministern bei einem Besuch im Institut für Ostseefischerei (vTI-OSF) in Rostock.

BILD!Fischereiforschungsschiff Walther Herwig III auf See, Quelle: Johann-Heinrich-von-Thünen Institut

Neben der nachhaltigen Bewirtschaftung setze sich die Bundesregierung bei der anstehenden Reform der Europäischen Fischereipolitik außerdem für eine konsequente Kontrolle zur Einhaltung dieser Fangmengen ein - und zwar sowohl in den deutschen Gewässern als auch im Mittelmeer. Außerdem werde die Einbindung der Verbraucher eine wichtige Rolle spielen, denn die europäischen Konsumenten können durch ihre Kaufentscheidung von entsprechend gekennzeichnetem Fisch den Markt mitlenken.

Gemeinsam mit dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags sowie Abgeordneten des Europäischen Parlamentes informierte sich Bleser bei seinem Besuch im Institut für Ostseefischerei über den Zustand der Fischbestände. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) leiste "mit modernsten Methoden der Forschung und den Forschungsschiffen Walter Herwig, Solea und Clupea sowie dem Fischereischutzboot Seeadler einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Fischerei", sagte der Parlamentarische Staatssekretär.

"Die Ressource Fisch ist für die Versorgung der Menschen ein wichtiges, aber auch sensibles Gut mit einer enormen Bedeutung für den Erhalt der Meere", betonte Bleser. Das bisherige Quotensystem sei in Verbindung mit einer konsequenten Umsetzung der neuen Kontrollverordnung eine geeignete Maßnahme um die Bestände nachhaltig zu schützen. Langfristig werde es zu einem Abbau überschüssiger Kapazitäten führen. Dagegen lehne die Bundesregierung den Handel mit Quoten ab. Diese würden unweigerlich zu einer Konzentration der Fangrechte in den Händen einiger weniger kapitalintensiver Unternehmen führen.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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