Bleser: Klare Orientierung für den Verbraucher beim Weineinkauf
- Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 18.04.2011
Pressemitteilung vom: 18.04.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin
Kurzfassung: Die Vielfalt des Weinangebotes auf dem deutschen Markt wächst von Jahr zu Jahr. Weil es keine international einheitlichen Qualitätsstandards gibt, fällt es den Verbrauchern beim Weineinkauf nicht immer leicht, die Qualität des Weines beim Blick ...
[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 18.04.2011] Bleser: Klare Orientierung für den Verbraucher beim Weineinkauf
Die Vielfalt des Weinangebotes auf dem deutschen Markt wächst von Jahr zu Jahr. Weil es keine international einheitlichen Qualitätsstandards gibt, fällt es den Verbrauchern beim Weineinkauf nicht immer leicht, die Qualität des Weines beim Blick auf das Etikett richtig einzuschätzen.
"Die Herkunft allein ist noch keine Qualitätsgarantie. Ich begrüße daher die Anstrengungen der Weinwirtschaft, den Verbrauchern eine bessere Orientierung beim Weineinkauf zu geben", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, bei einer Podiumsdiskussion auf der internationalen Weinbörse des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) heute in Mainz. "Der VDP, aber auch andere Winzervereinigungen zeigen erfolgreich, was mit der richtigen Strategie möglich ist. Der VDP verknüpft Herkunftsangaben mit strengen Erzeugungs- und Vermarktungsvorschriften. Das Ergebnis spiegelt sich in der Qualität der Weine wider. Dadurch ist der Adler mit der Traube für den Verbraucher zu einem Markenzeichen geworden", so Bleser.
Der Staatssekretär machte aber auch deutlich, dass das vom VDP praktizierte dreistufige Herkunftsmodell keine Lösung für die gesamte deutsche Weinwirtschaft sei. Es gäbe auch andere innovative und erfolgreiche Modelle, denen der Gesetzgeber Raum lassen müsse. "Für den Verbraucher sind letztlich der Preis und die Qualität im Glas entscheidend - das 'Terroir'-Prinzip sollte man nicht überbewerten", so Bleser. "Ein Beleg dafür sind die vielen auch guten Weine aus Übersee, wo Herkunftsmodelle keine Rolle spielen." Daher könne beispielsweise ein Gütezeichen, das nach einem international einheitlichen Bewertungsschema von einem Expertengremium vergeben werde, als Entscheidungshilfe für den Verbraucher sinnvoll sein. Ein solches Zeichen könne eine wertvolle Ergänzung zu den bekannten Bewertungen internationaler Weinkritiker darstellen.
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Pressestelle
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Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
Telefon: 0 30 / 1 85 29 - 31 74 / - 32 08
Telefax: 0 30 / 1 85 29 - 31 79
E-Mail: pressestelle@bmelv.bund.de
Die Vielfalt des Weinangebotes auf dem deutschen Markt wächst von Jahr zu Jahr. Weil es keine international einheitlichen Qualitätsstandards gibt, fällt es den Verbrauchern beim Weineinkauf nicht immer leicht, die Qualität des Weines beim Blick auf das Etikett richtig einzuschätzen.
"Die Herkunft allein ist noch keine Qualitätsgarantie. Ich begrüße daher die Anstrengungen der Weinwirtschaft, den Verbrauchern eine bessere Orientierung beim Weineinkauf zu geben", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, bei einer Podiumsdiskussion auf der internationalen Weinbörse des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) heute in Mainz. "Der VDP, aber auch andere Winzervereinigungen zeigen erfolgreich, was mit der richtigen Strategie möglich ist. Der VDP verknüpft Herkunftsangaben mit strengen Erzeugungs- und Vermarktungsvorschriften. Das Ergebnis spiegelt sich in der Qualität der Weine wider. Dadurch ist der Adler mit der Traube für den Verbraucher zu einem Markenzeichen geworden", so Bleser.
Der Staatssekretär machte aber auch deutlich, dass das vom VDP praktizierte dreistufige Herkunftsmodell keine Lösung für die gesamte deutsche Weinwirtschaft sei. Es gäbe auch andere innovative und erfolgreiche Modelle, denen der Gesetzgeber Raum lassen müsse. "Für den Verbraucher sind letztlich der Preis und die Qualität im Glas entscheidend - das 'Terroir'-Prinzip sollte man nicht überbewerten", so Bleser. "Ein Beleg dafür sind die vielen auch guten Weine aus Übersee, wo Herkunftsmodelle keine Rolle spielen." Daher könne beispielsweise ein Gütezeichen, das nach einem international einheitlichen Bewertungsschema von einem Expertengremium vergeben werde, als Entscheidungshilfe für den Verbraucher sinnvoll sein. Ein solches Zeichen könne eine wertvolle Ergänzung zu den bekannten Bewertungen internationaler Weinkritiker darstellen.
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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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